Jeder Mavropigi Hund ist besonders und hat seine eigene Geschichte. (Update 01.07.2021)

Jeder einzelne von ihnen ist ein Teil von Mavropigi und jeder einzelne von ihnen hat es verdient ein sorgloses und schmerzfreies Leben zu führen. Die letzten Tage lassen mich die Bilder und die Geschichte von Odysseus, einem männlichen Kaukasen Mix, nicht mehr los.

Das Leben von Odysseus ist bisher leider “typisch“ gewesen für diese Hunderasse in Mavropigi. Seine Aufgabe ist es gewesen die mit Stacheldraht umzäunte Fläche, auf der “sein” Mensch alles was für ihn wertvoll gewesen ist gelagert hatte, zu bewachen, zu “beschützen“ und Diebe und alles andere was sich der Fläche näherte fernzuhalten . Tag und Nacht, sein ganzes Leben lang. „Sein“ Mensch hat ihn und die anderen Hunde in dieser Fläche, die dasselbe Leben mit Odysseus führten, zwar mit Futter versorgt aber das war auch alles.

Alexia hat die ganze Zeit über auch Futter über den Zaun geworfen aber ein näheres Rankommen an diese Hunde war, verständlicherweise, unmöglich. Die Hunde bellten endlos, schmießen sich zum Teil gegen den Zaun und gaben unmissverständlich zu erkennen, dass es Keiner auch nur wagen sollte näher an sie ranzukommen.

Als nun vor Kurzem die Abrissarbeiten in Mavropigi in die nächste Runde gingen, hat der ehemalige Besitzer beschlossen den Zaun abzureißen, die Hunde ganz ihrem Schicksal zu überlassen und so standen sie plötzlich eines Tages ohne Umzäunung da, umgeben von den anderen, freilaufenden Rudel in Mavropigi. Die begründete Angst von Alexia es würde zu Hundekämpfen zwischen den verschiedenen Rudel kommen, bewahrheitete sich zum Glück nicht. Odysseus und sein Rudel beschränkten ihre Runden vor der ehemals umzäunten Fläche und warteten geduldig darauf dass Alexia ihnen dort ihr Futter brachte. Sie bauten sehr schnell Vertrauen zu Alexia und Conny auf und so gelang es den beiden Frauen (die 10 ganze Tage gemeinsam in Mavropigi wahre Wunder vollbracht haben) tatsächlich diesen riesengroßen Hund ins Auto zu packen und zum Tierarzt zu fahren, damit die klaffende Wunde um sein fehlendes Auge endlich tierärztlich versorgt wird. (Ich überlege gerade wie viele Menschen so viel Mut aufbringen könnten um gerade diesen Hund ins Auto zu packen, zum Tierarzt zu fahren und ihm eine Chance zu geben). Der Tierarzt machte sich gleich an die Arbeit die Wunde zu versorgen, die voller lebender Würmer war, entfernte diese und verabreichte Antibiotikum, dass Odysseus für die nächsten zwei Wochen weiter einnehmen muss. Welche Schmerzen dieser Hund wohl erleiden musste, ...das wird er uns nie sagen können, ... das braucht er auch nicht, .... seine Erleichterung ist ihm aber zwischenzeitlich anzusehen.

Alexia und Conny haben dem Hund den Namen Odysseus gegeben. Es wäre schön wenn wir für diesen alten, stolzen und trotzallem wunderschönen Hund auch Jemanden finden würden, der eine Teil- oder Vollpatenschaft übernehmen würde.

Alexia und Conny auch an dieser Stelle, Hut ab vor Eurem Mut und Euer beherztes Eingreifen.

Update 20.08.2020:

Message from Alexia:

"My dear friends,
I keep telling my self that..... finally, to be exposed Odysseus and his company out of their fence in their place, it meant to be a life significant for Odysseus!
As you can see his story to the link above, I would like to inform you his improvement.
Odysseus has make a very good recovery and the wound of his lost eye is now very good healed.
In the photo * before and after * you can see the wound.
That you can't see, is how he changed in his reactions.... to better. He has no pain now, he don't feel itching his wound.
He walks so proud...... like every dog soul deserves to be after a long time in pain and finally finds someone to trust in. "

Update 01.07.2021:

Mittlerweile ist Odysseus und Laertis im Gnadenhof OLP von Iris Ruhe aufgenommen worden und wir hier seinen Lebensabend in Ruhe geniessen können. 

Vielen Dank Iris! (und Markus für das Organisieren...)


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